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Lokales

Enztalhalle wieder fit für die Zukunft

Mühlhäuser Turn- und Festhalle über mehrere Jahre hinweg saniert und mit einer kompletten Wärmedämmung versehen

Das Außengelände der Enztalhalle stellt sich noch als Baustelle dar. An der Halle selbst sind die Sanierungsarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen. Links der Bereich des kleinen Saals, rechts daneben die Funktionsräume wie Küche und Geräteräume und im Hintergrund die eigentliche Halle. Foto: Kollros

Undichte Flachdächer der Hallen-Nebenräume und eine unzureichende Wärmedämmung im Bereich der gesamten Halle – diese Unzulänglichkeiten gehören bei der Turn- und Festhalle Mühlhausen der Vergangenheit an. Die Sanierung hatte freilich auch ihren Preis: rund 830 000 Euro musste die Stadt in die Hand nehmen, wie Architekt Joachim Dick vom städtischen Hochbauamt wissen ließ.

Nachdem die Enztalhalle nach dem verheerenden „Weihnachtshochwasser“ 1993 unter Wasser stand, war es zum bestimmt dritten Mal eine grundlegende Sanierung der aus dem Zeitraum 1972/73 stammenden Gemeindehalle. Vor etlichen Jahren (um 2008/09) wurde das Flachdach der eigentlichen Halle durch ein so genanntes Tonnendach ersetzt, unter dem die neue Heizungsanlage installiert wurde, um bei einem neuerlichen Hochwasser „auf der sicheren Seite“ zu sein. Im Grunde genommen zogen sich die Überlegungen und Planungen des Maulbronner Architekten Christian Müller vom Büro Kiefner & Müller zur aktuell abgeschlossenen Sanierung seit dem Frühjahr 2017 hin. Damals war zunächst der Austausch sämtlicher Fensterelemente und Einbau einer energetischen Verglasung im Bereich der Halle im Zusammenhang mit einer erforderlich gewordenen Dachabdichtung im Bereich der eingeschossigen Nebenräume – kleiner Saal, Küche Umkleide- und Geräteräume – auf der Südseite der Halle geplant gewesen. Zudem war der Einbau zweier zusätzlicher Türen als Flucht- und Rettungswege aus der Halle zur Roßwager Straße hin Teil des Sanierungskonzepts. Die lange Verzögerung der Sanierungsarbeiten wurde damals damit begründet, dass es sowohl in der städtischen Hochbauabteilung als auch „bei angefragten Planern an personellen Kapazitäten gemangelt“ habe.

Zudem wurde das Vorhaben um die komplette energetische Sanierung mit dem Anbringen eines Wärmeverbundsystems sowie dem Austausch von Fenstern und Türen der Nebenräume erweitert.

Immerhin: „Es tut sich endlich etwas“, titelte im vergangenen Oktober diese Zeitung und zitierte dabei den Mühlhäuser CDU-Stadtrat Wolfgang Schreiber. Im Frühjahr diesen Jahres ergab sich dann, dass auch die Elektroinstallation samt damit verbundenen punktuellen Brandschutzvorkehrungen in größerem Umfang optimiert werden musste.

Mittlerweile sind alle Beteiligten erleichtert, dass die Sanierung der Außenhülle der knapp 50 Jahre alten Enztalhalle erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Zu einer förmlichen Wiedereröffnung beziehungsweise Einweihungsfeier wird es corona-bedingt aus verständlichen Gründen freilich nicht kommen. Zumal im Innern des Bauwerks in den nächsten Jahren auch noch einige Erneuerungsarbeiten anstehen werden.

Angesichts der doch enormen Kosten von 830 000 Euro bleibt festzustellen, dass die ohnehin klamme Mühlacker Stadtkasse dadurch entlastet wird, dass die Halle als ein Objekt im Rahmen der Mühlhäuser Ortskernsanierung gilt und somit aus dem Landeshaushalt Sanierungsgelder fließen werden. Hochbau - Abteilungsleiter Joachim Dick rechnet mit einer 36-prozentigen Förderung, was rund 300 000 Euro bedeuten würde.

Norbert Kollros
   

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