Anzeige/Sonderveröffentlichung
Lokales

Ein tierisches Vergnügen

Sommerzeit ist Ausflugszeit – zum Beispiel in Tierparks, Zoos und Wildgehege

Waschbär, Hahn und Co. freuen sich im Wildpark Pforzheim auf Besucher. Fotos: ©Stadt Pforzheim; Wildpark

Tiere beobachten macht schon den Kleinsten Spaß – und sind wir doch mal ehrlich: Auch Erwachsene haben oft noch Freude daran. Wie praktisch, dass sich in der Region gleich mehrere Möglichkeiten dazu bieten. Wer bereit ist, ein bisschen länger im Auto – oder umweltfreundlich: im Zug – zu sitzen, hat eine noch größere Auswahl an tierischen Ausflugszielen. Wichtig: Pandemiebedingt sollte man sich wenige Tage vor einem Besuch der Einrichtungen über die aktuell geltenden Vorgaben – Ticketreservierung oder Maskenpflicht – erkundigen.

Den Tieren ganz nahe kommen können Besucher im Tierpark Bretten. Denn dort bewegen sich die meisten Tiere frei im Park. Das gehört zum Konzept der Familie Willig, die den Tierpark seit 1970 am Brettener Stadtrand mittlerweile in der zweiten Generation betreibt. Die Begegnung zwischen Menschen und Tieren sei gewollt und werde durch das Futter, das Besucher verteilen dürfen, gefördert. Ängstlichere Menschen, heißt es auf der Internetseite, sollten vorsichtshalber die erste Runde durch den Park ohne Futter drehen. Neben der tiergeeigneten Mischung, die man vor Ort erwerben kann, dürften Besucher geeignetes Futter selbst mitbringen. Die Betreiberfamilie hat noch einen Tipp parat: Die Wege sind zwar befestigt, aber durch die freilaufenden Tiere nicht immer ganz sauber. Entsprechend dürfen die guten Sonntagskleider gerne zu Hause bleiben.
  

Mit einem ähnlichen Ziel wie in Bretten hat man in Pforzheim auch schon in den 1950er Jahren geliebäugelt. Man wollte den Einwohnern ermöglichen, „heimische und winterharte Tiere in einer möglichst naturbelassenen Umgebung“ zu beobachten. Der Wildpark wurde dann letztendlich im Sommer 1968 eröffnet und seitdem mehrfach erweitert. Heute bietet das 16,5 Hektar große Areal einen Lebensraum für über 400 zum Teil seltene Tierarten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind viele Zusatzangebote wie das Feiern von Kindergeburtstagen, Erlebnisführungen oder Schaufütterungen derzeit nicht möglich. In den Sommerferien findet regelmäßig eine Junior-Ranger-Ausbildung für Kinder zwischen neun und 13 Jahren statt. Für dieses Jahr ist das Angebot ausgebucht. Anmeldungen werden ab 1. Januar für die folgenden Sommerferien entgegengenommen. Der Kinderbauernhof hat für kleine Besucher und deren Begleiter geöffnet. Über einen separaten Eingang ist der der Waldklettergarten erreichbar.

Kostenlose Naherholung gibt es in zwei Wildgehegen in der Region. Die Rede ist von Sternenfels und Büchenbronn. Das Büchenbronner befindet sich in idyllischer Lage oberhalb des Hermannsees und wurde 1972 angelegt als die Gemeinde noch selbständig und kein Stadtteil Pforzheims war. Dort leben Schwarzund Damwild sowie Mufflons. Das Wildgehege in Sternenfels wurde vor fünf Jahren durch viel bürgerschaftliches Engagement grundlegend erneuert. Auch in dieser Anlage leben Damwild und Mufflons. Das Gehege befindet sich zwischen dem Trinkwaldsee und nahe des Freibads.

Mehr Tierarten – nämlich über 50 auf 47 Hektar – gibt es im Tierparadies Tripsdrill bei Cleebronn zu sehen. Manche von ihnen laufen frei herum und können daher nicht nur beobachtet, sondern gestreichelt und direkt gefüttert werden. Das beliebte Ausflugsziel lockt indes nicht nur wegen der überwiegend einheimischen Tierarten, die man beobachten kann, Besucher an, sondern auch wegen seinem Walderlebnispfad, dem Barfußpfad und dem große Abenteuerspielplatz. Tierfütterungen finden aktuell wieder statt, die Flugvorführungen pausieren pandemiebedingt noch. Kombinieren lässt sich ein Ausflug mit einem Besuch im dazugehörigen Freizeitpark.

Die Wilhelma in Stuttgart ist der einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands. Zu sehen gibt es etwa 11 000 Tiere in rund 1200 Arten hinzu kommen 8500 Pflanzenarten und -sorten im historischen Park und in den Gewächshäusern, wie die Wilhelma auf ihrer Internetseite mitteilt. Aktuell sind die Kassen noch geschlossen, daher müssen Eintrittskarten unbedingt vorab im Internet erworben werden. Dafür haben die meisten Tierhäuser sowie alle Gewächshäuser wieder geöffnet. Das gilt auch für die gastronomischen Angebote. Die „Wilden Wochenenden“ mit Veranstaltungen rund um Wilhelma-Themen werden allerdings noch nicht wieder durchgeführt.

Auch im Badischen gibt es Tiere aus der ganzen Welt zu sehen: Auf einer Fläche von 22 Hektar leben im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe über 4000 Tiere aus mehr als 255 Arten. Außerhalb von Pandemiezeiten verzeichnet der Zoo über eine Million Besucher im Jahr. „Mitten in der Stadt gelegen zwischen Hauptbahnhof und Kongresszentrum, lädt die grüne Oase mit historischem Baumbestand, farbenfrohen Blütenarrangements, Themengärten und Wasserflächen ein, die Natur zu erleben und eine Vielzahl an Tierarten aus allen Erdteilen zu entdecken und kennenzulernen“, heißt es auf der Webseite des Zoos. Beliebt sind auch die Gondoletta-Fahrten, die einen besonderen Blick auf Tiere und Parkanlage ermöglichen. Führungen für bis zu 25 Personen seien aktuell wieder möglich. Ramona Deeg