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Ein krisensicherer Arbeitsplatz

11.07.2020 00:43
Fotos: pixabay.de Fotos: pixabay.de

Eines haben die zurückliegenden Wochen und Monate sehr deutlich gezeigt: Pflegekräfte haben krisensichere Arbeitsplätze. Neben der Tatsache, dass Pflegefachkräfte immer gebraucht werden, spiele bei dieser Berufswahl zahlreicher junger Menschen etwas anderes aber eine viel größere Rolle: Sie wollen einen sozialen Beruf ausüben. Das betonen sowohl Torsten Knoll, Leiter des Bildungszentrums am Helios Klinikum in Pforzheim, als auch Burkhard Schaarschmidt, Leiter der RKH-Pflegefachschule in Bretten. „Unsere Schüler wollen mit Menschen arbeiten und nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzen“, sagt Knoll. „Sie wollen Menschen in kritischen Situationen helfen und ihre Lebensqualität positiv beeinflussen“, beschreibt Schaarschmidt, dass er die „Jugend von heute“, die sich für eine berufliche Laufbahn in der Pflege entscheidet, sehr positiv wahrnehme.

Seit Jahresbeginn bilden beide Schulen junge Menschen zu Pflegefachmännern und Pflegefachfrauen aus. Dabei handelt es sich um einen neuen Ausbildungsberuf, der die Ausbildungen zum Gesundheits- und Krankenpfleger, zum Altenpfleger und zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bündelt. „Das bietet den Schülern ein sehr breites Spektrum“, erklärt Knoll. Sie lernen in den Praxiseinheiten sowohl den Krankenhausalltag auf unterschiedlichen Stationen als auch die Aufgaben in der mobilen Pflege und im Seniorenzentrum kennen. „Wer Action mag, wird sich vermutlich im Krankenhaus wohlfühlen nach der Ausbildung“, schätzt Schaarschmidt, „wem an der Beziehungsarbeit liegt, wird sich wohl eher für ein Seniorenheim oder die mobile Pflege entscheiden.“

Wer einmal in der Pflege fußgefasst habe, habe zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, könne noch ein Studium anschließen oder sich bei zahlreichen Arbeitgebern bewerben „und wird deutschlandweit mit Handkuss genommen“, sagt Knoll. Das Spektrum der zusätzlichen Qualifikationen erstrecke sich über die Weiterbildung zur Stationsleitung, über einen Schwerpunkt in der Intensiv- oder Kindermedizin bis in den Management- oder Pädagogikbereich. „Das denkt man oft gar nicht, dass der Pflegebereich so vielfältig ist“, sagt Knoll. Das gemeinhin mit der Pflege verbundene Bild vom Waschen des Patienten, gehöre dazu, sei aber nur ein Bruchteil der eigentlichen Arbeit. Ein kleiner Wermutstropfen aus seiner Sicht ist der im Moment noch geringe Männeranteil: „Mehr Männer würden der Pflege guttun.“

Der neue Ausbildungsberuf zur Pflegefachkraft habe noch einen weiteren Charme: Er ist EU-weit anerkannt. „In der Pflege zu arbeiten, heißt, einen anspruchsvollen Beruf auszuüben, der intellektuell und handwerklich viel von einem fordert und man hat immer mit Menschen zu tun“, fasst Schaarschmidt zusammen. Wer sich zudem jetzt für die Pflege entscheide, habe über die generalistische Ausbildung die Chance, den Beruf neu zu definieren, ist Schaarschmidt überzeugt.

Torsten Knoll betont, „dass das Helios Klinikum in Pforzheim in der glücklichen Lage ist, sich die Bewerber sehr gut aussuchen“ zu können. Für den Fachkräftekurs, der im Oktober starte, habe man 170 Bewerbungen für 27 Plätze erhalten. Darunter zahlreiche Abiturienten. Knoll schätzt, dass diese hohe Bewerberzahl auch mit der Ausbildungsvergütung zusammenhänge. Schließlich bekämen die Pflegefachleute von morgen als Auszubildende mit 1100 bis 1400 Euro. Das sei „für eine Ausbildung ein tolles Gehalt“, sagt Knoll. Deeg
  

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