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Gesundheit und Wellness

Die Abwehr beginnt im Mund

Beim Kampf gegen Viren fordern Experten mehr Aufmerksamkeit für die Mundhygiene

Britische Zahnärzte gehen davon aus, dass auch eine gute Mundhygiene zur Vermeidung der Verbreitung von Viren beitragen kann. Foto: djd-mk/Dr. Liebe/PantherMedia/Monkeybusiness Images

Dr. Astrid Nebgen

Neben der Corona-Pandemie drohen in der kommenden kalten Jahreszeit auch neue Erkältungs- und Grippewellen. Die dafür verantwortlichen Viren und Bakterien gelangen vor allem über den Mund in den Körper. Wissenschaftler fordern daher, dass neben dem Mund-Nasen-Schutz und gründlichem regelmäßigem Händewaschen auch mehr Aufmerksamkeit auf die Pflege des Mundraums gelegt werden soll. Auf einfache Weise kann jeder viel selbst dazu beitragen, dass Keime und Viren weniger Chancen haben, durch den Mund in den Körper zu gelangen und dort vielerlei Erkrankungen auszulösen: Mindestens zweimal täglich gründlich und gewissenhaft Zähneputzen mit Zahncreme kann dazu beitragen, sich vor Infektionen und Erkrankungen zu schützen. Dafür werden unter anderem die "Anti-Virus-Eigenschaften" der in Zahncremes enthaltenen Schaumbildner, den Tensiden, verantwortlich gemacht. Zusätzlich bildet eine gesunde, geputzte Mundhöhle natürliche Barrieren gegen Viren und Bakterien. Gute Mundhygiene gegen Virenverbreitung Die Hauptübertragung von Viren findet über Tröpfchen statt, die durch Husten oder Niesen über die Schleimhäute des Gegenübers aufgenommen werden. Dies gilt es, zu verhindern - im Falle der Corona-Pandemie vornehmlich durch Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Zudem wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich mit Seife oder Handwaschgels die Hände zu waschen. Dadurch könne die direkte oder indirekte Verbreitung von Infektionskrankheiten eingedämmt werden. Britische Zahnärzte stellten nun fest, dass auch eine gute Mundhygiene dazu beitragen kann, die Verbreitung von Viren zu vermeiden. Prof. Martin Addy von der Bristol University stellt fest, dass fast sämtliche Zahncremes Tenside enthalten, die antimikrobiell wirken: Sie deaktivieren Viren, indem sie deren Oberfläche zerstören. Anti-Viren-Aktivität von Zahncremes hält mehrere Stunden Laut Professor Addy hält die antimikrobielle Aktivität von Zahncremes in der Mundhöhle für einige Stunden an. Somit könne mit der zahnärztlichen Empfehlung, die Zähne mindestens zweimal täglich für mindestens zwei Minuten gründlich und gewissenhaft zu putzen, die Viruslast in der Speichelflüssigkeit effektiv gesenkt werden. (djd-mk)
  

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